| Annette Rößler |
| 23.01.2026 07:00 Uhr |
Die Studie fällt eindeutig in die Kategorie »Grundlagenforschung« und war mit einer Teilnehmendenzahl von knapp 40 Personen auch zu klein, um daraus weitreichende Aussagen abzuleiten. Nicht nur für Musiker ist das Ergebnis interessant, weil es zeigt, dass Üben – oder auch das sehr häufige Wiederholen anderer Bewegungsabläufe – das Gehirn offenbar gegen Schmerzen gewissermaßen abhärten kann.
Selbstverständlich bedeute das nicht, dass man chronische Schmerzen mit Musik heilen könne, so Zamorano. Besser zu verstehen, wie Schmerz von unterschiedlichen Menschen wahrgenommen und verarbeitet werde, könne künftig aber vielleicht zu neuen Ansätzen der Schmerztherapie führen. Die Forschungsgruppe will nun weiter untersuchen, ob Musiker auch gegen die negativen Auswirkungen von chronischen Schmerzen auf die Aufmerksamkeit und die Kognition besser gefeit sind als Nicht-Musiker.