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Frauengesundheit
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Tschüss »Bikini-Medizin«

Eigentlich ist es trivial: Männer und Frauen sind unterschiedlich. Doch im Bereich von Prävention und Therapie kommt dieser Gedanke nur sehr langsam an. Die geschlechtersensible Medizin versucht, das zu ändern. Warum das auch ein wichtiges Thema für Apothekerinnen und Apotheker ist, verdeutlicht Filialleiterin und Apothekerin Tilly Duderstadt aus der Nordring Apotheke in Berlin.
AutorKontaktHanke Huber
Datum 22.08.2025  07:00 Uhr

Von Mäusen und Männern

Wer das Problem angehen möchte, muss auch bei der Forschung ansetzen. »Viele Zulassungsstudien von Arzneimitteln wurden vorwiegend mit männlichen Probanden durchgeführt. Und bei Tierversuchen werden noch immer vorwiegend männliche Tiere verwendet.« Das führt übrigens zu einem weiteren kritischen Aspekt: Wie künstliche Intelligenz Frauengesundheit wahrnimmt. Duderstadt hat sich damit beschäftigt. Ihr Fazit: »Ich würde knallhart sagen, dass KI im Hinblick auf Frauen häufig diskriminierend ist.« Das Problem sei die Datenbasis. Oder anders gesagt: »Shit in, shit out«. Duderstadt: »Wenn es keine Daten zu Frauengesundheit gibt, kann eine KI auch nicht frauengerecht agieren. Die ePA bietet hier eine Riesen-Chance. Sie könnte dabei helfen, das Gender Data Gap zu schließen.«

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