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Report
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TK fordert sinnvolle Regulierung bei Gentherapeutika 

Gentherapeutika sind oft die letzte Hoffnung für schwer erkrankte Menschen. Die Techniker Krankenkasse (TK) und das aQua-Institut fordern aufgrund enormer Kosten für diese Arzneimittel neue Wege in der Preisbildung, damit allen Patienten diese Therapieoption offensteht.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 07.03.2024  13:30 Uhr

Beispiel Japan: Kostentransparenz ist möglich

Wie reagieren andere Länder auf die Herausforderung explodierender Arzneimittelkosten? Der Report wirft einen Blick auf die USA, Frankreich und Japan und zeigt, wie diese Länder ihre Arzneimittelausgaben eindämmen wollen. Beispiel Japan: Das Land hat mit einem kriterienbasierten Prämiensystem für neue Arzneimittel ohne Vergleichstherapie die Ausgaben gesenkt. Kern des Systems sind Dossiers der pharmazeutischen Unternehmen, in denen Herstellungs-, Vertriebs- und Vermarktungskosten transparent dargestellt werden, anschließend werden nach Kriterien wie Innovationsgrad oder der Absatzfähigkeit unterschiedlich hohe Prämien aufgeschlagen.

Auch die USA will künftig, dass Hersteller Kosten offenlegen müssen, während Frankreich Arzneimittelkosten über ein zentrales Budget begrenzt. In Deutschland müsse über verschiedene Modelle diskutiert werden, sagt TK-Chef Baas und ergänzt: »Die Industrie soll an innovativen Therapien gut verdienen, aber die Preise müssen angemessen sein. Natürlich soll Deutschland ein starker Pharmastandort bleiben. Aber die Industrie siedelt sich nicht da an, wo es die höchsten Arzneimittelpreise gibt, sondern dort, wo die Rahmenbedingungen für Forschung und Produktion gut sind. Zahlreiche Länder, in denen Arzneimittel in großen Mengen produziert werden, haben geringe Preise«, so Baas. Er fordert gute Rahmenbedingungen für die Industrie und bezahlbare Arzneimittel, die auch zukünftig von der Gesetzlichen Krankenvericherung (GKV) finanziert werden können.

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