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Clusterkopfschmerzen
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Therapie im Überblick

Clusterkopfschmerzen zählen zu den schwersten Schmerzerkrankungen. Die streng einseitigen Attacken können mehrmals täglich auftreten und werden akut vor allem mit Sauerstoff oder schnell wirksamen Triptanen behandelt.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 12.10.2026  18:00 Uhr

Clusterkopfschmerzen gehören zu den neurologischen Erkrankungen und werden den sogenannten trigemino-autonomen Kopfschmerzerkrankungen zugeordnet. Sie stellen eine eigenständige Störung des Nervensystems dar. Die Schmerzanfälle sind durch streng einseitige Attacken sehr starker bis unerträglicher Schmerzen, die pro Attacke 15 bis 180 Minuten andauern können, charakterisiert. Sie treten meist hinter dem Auge oder im Schläfenbereich auf. Es können bis zu acht Attacken täglich auftreten. Oft kommt es zu Häufungen in sogenannten Clusterperioden über Wochen bis Monate, auch nächtliche Attacken sind häufig.

Begleitet werden die Anfälle von Symptomen wie Tränenfluss, einem geröteten Auge, laufender oder verstopfter Nase, Lidödem, Schwitzen, Gesichtsrötung oder dem Horner-Syndrom (herabhängendes Oberlid und Miosis). Typischerweise treten die Begleitsymptome auf der gleichen Seite des Schmerzes auf.

Betroffene weisen überdies eine ausgeprägte motorische Unruhe auf: Anders als Migränepatienten suchen Betroffene häufig Bewegung, laufen umher oder können nicht stillsitzen.

Clusterkopfschmerzen treten zu 80 Prozent episodisch auf: Symptomatische Episoden, die wenige Wochen bis Monate dauern, werden von symptomfreien Intervallen (Monate bis Jahre) unterbrochen. Dauert eine Episode über ein Jahr an, ohne dass es zu einer spontanen Remission kommt, spricht man von chronischen Clusterkopfschmerzen.

Sauerstoff und schnell wirksame Triptane

Die Therapie der Clusterkopfschmerzen gliedert sich in die Akut- und die prophylaktische Therapie. Mittel der ersten Wahl im akuten Anfall sind gemäß der S1-Leitlinie der Deutschen Neurologischen Gesellschaft (AWMF-Registernummer: 030/036) Sauerstoff oder Triptane.

Bei der Therapie mit Sauerstoff, die bei einem Großteil der Patienten wirksam ist, wird für etwa 15 bis 20 Minuten reiner Sauerstoff in einer Dosierung von 12 l/min gegeben.

Bei den Triptanen kommt es auf die Arzneiform an. Da Clusterattacken sehr rasch ihren Höhepunkt erreichen, sind Tabletten ungeeignet. Die Leitlinie empfiehlt vor allem schnell wirksame Behandlungsformen wie Sumatriptan 6 mg subkutan, Zolmitriptan 5 bis 10 mg als Nasenspray oder 20 mg Sumatriptan nasal.

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