Apotheker, die als Pseudo Customer tätig werden möchten, können sich direkt bei der Avoxa oder bei der zuständigen Landesapothekerkammer bewerben. Einmal jährlich findet eine eintägige Ausbildung in Berlin statt, in der die Grundlagen für die Arbeit besprochen und umfangreiche Informationen und Unterlagen ausgehändigt werden. Die Zeit für die Apothekenbesuche kann sich der Pseudo Customer in einem vorgegebenen Rahmen frei einteilen und zudem selbst entscheiden, wie viele Apotheken er in welchem Gebiet besuchen möchte. Die Tätigkeit lässt sich also gut mit dem Arbeitsalltag in der Apotheke vereinen. Für die Besuche wird nach abschließender Zusendung der ausgefüllten Unterlagen ein festgelegtes Honorar für die Anzahl der besuchten Apotheken ausgezahlt.
Auch der Pseudo Customer profitiert von dem Konzept. Er bekommt regelmäßig Einblick in andere Apotheken und kann seine eigene Beratungsleistung immer wieder überprüfen. Er kommt mit zahlreichen Szenarien in Berührung und bewertet als potenzieller Kunde, wie Kollegen das Gespräch aufbauen. Das ist eine große Bereicherung für den persönlichen Alltag im Handverkauf. Letztlich profitiert auch die Apotheke von der Nebentätigkeit des Mitarbeiters als Pseudo Customer. Insgesamt trägt die verbesserte und stetig weiterentwickelte Beratungsleistung jedes Einzelnen dazu bei, dass sich die öffentlichen Apotheken weiterhin von großen ausländischen Versandapotheken abgrenzen können.