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Ärztemangel
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Teamorientierte Versorgung statt Arztzentrierung

In einer neuen Studie »Delegation im Praxisteam: Ein starker Hebel für die Sicherung der Versorgung« im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung wird analysiert, was dem überlasteten Gesundheitssystem helfen könnte. Demnach sollen Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeit auf weitere Schultern verteilen. 
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 02.03.2026  15:45 Uhr

Hausärzteverband befürwortet Ansatz

Auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband sieht in mehr Aufgabenteilung innerhalb der Praxis einen wichtigen Hebel: »Nur, wenn wir die Arbeitslast innerhalb der Praxen auf mehr Schultern verteilen, können wir die Versorgung unserer alternden Bevölkerung auch in Zukunft in gewohnter Qualität sicherstellen«, teilen die Bundesvorsitzenden Nicola Buhlinger-Göpfarth und Markus Beier mit.

Dabei sei es wichtig, die Versorgung klar unter dem Dach der Hausarztpraxis zu bündeln, betonen sie. So sei sichergestellt, dass im Zweifel immer ein Arzt im Nebenzimmer ansprechbar sei. »Arztpraxen light«, in denen keine Ärztinnen und Ärzte arbeiten, und ähnliche Modelle lehnen die Bundesvorsitzenden »kategorisch ab«. Zudem stellen sie klar, dass moderne Teamversorgung es nicht zum »Nulltarif« geben werde. »Es braucht zielgerichtete Förderungen, denn die Praxen können diesen Strukturwandel nicht allein schultern.« 

Damit sich Teampraxismodelle durchsetzen, brauche es also grundlegende Änderungen bei rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Honorarstrukturen: Bezahlt werde bisher in der Regel nur, was über den Tisch des Hausarztes gehe: »Die Arbeit unserer Teams wird hingegen von den Krankenkassen kaum honoriert«, bemängeln sie.

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