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Opioid-Abhängigkeit
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Substitutions-Therapie langfristig anlegen

Derzeit bekommen mehr als 81.000 Patientinnen und Patienten in Deutschland Substitutionsmittel aufgrund einer Drogenabhängigkeit – Tendenz steigend. Bei der Drogenersatzbehandlung ist Abstinenz nicht mehr das oberste Ziel.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
AutorKontaktHannelore Gießen
Datum 30.07.2021  09:00 Uhr

Apotheken motivieren

In einer Umfrage hätten an der Substitution beteiligte Apotheker als Probleme vorrangig eine nicht angemessene Honorierung, den hohen Aufwand, vor allem in der Dokumentation, und eine mögliche Störung anderer Kunden angegeben. Bisher nicht in der Substitution engagierte Apotheker hätten vor allem Drogennotfälle in der Apotheke befürchtet, sagte Kuhn. »Eine stärkere Fort- und Weiterbildung könnte dazu beitragen, dass Apotheker sich stärker beteiligen an der Substitution.«

Aufgrund ihres flächendeckenden und dichten Netzes könnten öffentliche Apotheken im Auftrag des Arztes die Sichtvergabe eines Substitutionsmedikaments flexibel und wohnortnah gewährleisten, vor allem in ländlichen Regionen, unterstrich Ulrich Koczian, Vizepräsident der Bayerischen Landesapothekerkammer. Diese Betreuungsmöglichkeit habe sich in der Pandemie eindrucksvoll bewährt und vielfach die Versorgung verbessert. Er forderte aber ein »Nachjustieren« an einigen Stellen, insbesondere bei der Vergütung der Sichtvergabe in Apotheken.

»Substitutionsbehandlung im Team – Wie geht das?« war das Thema des 20. Suchtforums, das gemeinsam von der Bayerischen Akademie für Suchtfragen (BAS) sowie der Bayerischen Landesärztekammer, der Bayerischen Landesapothekerkammer und der Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten am 28. Juli 2021 als Webseminar veranstaltet wurde.

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