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Neuer Drogenbeauftragter
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Streeck, Warken und das Cannabis

Hendrik Streeck (CDU) ist neuer Bundesdrogenbeauftragter. Er hebt den Jugendschutz hervor. Dies tut auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Ob die beiden beim Thema Cannabis an einem Strang ziehen, bleibt abzuwarten. Die aktuelle Gesetzeslage bietet zumindest einigen Zündstoff.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 28.05.2025  13:14 Uhr
Steigender Verbrauch von Medizinalcannabis

Steigender Verbrauch von Medizinalcannabis

Zumindest bislang nicht deckungsgleich sind auch die Positionen Streecks und Warkens bei Cannabis. Streeck hatte einst  – in der Position des Mediziners – festgestellt, dass die These, in Ländern mit Cannabislegalisierung sei der Konsum gestiegen, nicht zutreffe. Warken hingegen zeigte unlängst eine restriktivere Einstellung. So sei der Zugang zu Medizinalcannabis sehr einfach, kritisierte sie in einem Interview mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Warken warnte: »Cannabis ist eine Rauschdroge und kann insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene gefährden.«

Daher wolle sie die »zu leicht zugänglichen Online-Verschreibungen einschränken«, so Warken zur FAZ. Im steigenden Verbrauch von medizinischem Cannabis sieht die Ministerin demnach »ganz klar Missbrauch« und will dagegen vorgehen. Dies dürfte zumindest eine Richtung anzeigen, wie sie die Teilfreigabe von Cannabis zu Genusszwecken einschätzt.

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