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Lage der Apotheken im »Ländle«
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Steigende Betriebskosten und eine drohende Reform

Auf die Apotheken könnten 2024 in bereits angespannter wirtschaftlicher Situation weitere Kostentreiber zukommen. Die anstehende Apothekenreform, das E-Rezept und die weiter steigenden Betriebskosten könnten so die Schließungswelle beschleunigen, warnten der Landesapothekerverband und die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg bei ihrem Parlamentarischen Abend.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 10.04.2024  12:15 Uhr

E-Rezepte verursachen noch Probleme

Martin Braun, Präsident der LAK Baden-Württemberg, kritisierte an den bisher bekannten Reform-Eckpunkten vor allem das Vorhaben des BMG, PTA unter bestimmten Voraussetzungen Vertretungsrechte einzuräumen. »Eine Apotheke ohne einen Apotheker ist keine Apotheke. So einfach ist das«, stellte Braun klar.

Ausführlich wies der Kammerpräsident in seinem Vortrag auf die anhaltenden Probleme bei der Einführung des E-Rezepts hin – und die landeten zuerst in der Apotheke. Zwar habe sich die Situation in den letzten Wochen etwas verbessert, doch noch immer seien rund 10 Prozent der digitalen Verordnungen fehlerhaft.

Im schlimmsten Fall leide darunter die Versorgung: »Es geht nicht um die Schuldfrage, aber am Ende muss der Patient versorgt werden«, so Braun. Nur darum gehe es den Apotheken. Braun hätte sich gewünscht, dass das System vor der verpflichtenden Umsetzung intensiver getestet worden wäre.

Der gemeinsame Parlamentarische Abend von Kammer und Verband findet traditionell in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin statt. Eingeladen sind alle Bundestagsabgeordneten aus dem »Ländle«. Rund 20 Parlamentarierinnen und Parlamentarier folgten der Einladung am Dienstagabend, darunter die Mitglieder des Gesundheitsausschusses Diana Stöcker und Hubert Hüppe sowie Simone Borchardt (alle CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern.

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