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Handelsblatt-Tagung
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Steigen die Arzneimittelpreise noch weiter? 

Donald Trump will unbedingt die sehr hohen Arzneimittelpreise in den USA senken. Gleichzeitig geraten auch die deutschen Mechanismen zur Preisfindung bei Medikamenten in die Kritik. Auf der »Pharma 2026« Tagung in Berlin wurde deutlich, dass die Ausgaben für Medikamente in Deutschland bald deutlich steigen könnten. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 12.02.2026  15:45 Uhr
Begrenzter Spielraum für Preissteigerungen 

Begrenzter Spielraum für Preissteigerungen 

Heidrun Irschik-Hadjieff war sich am Mittwoch sicher, dass die unsichere Weltlage und die Politik von Donald Trump zu Preissteigerungen führen werden, womöglich sogar noch in diesem Jahr. »Wir hatten einen jahrzehntelangen Trend zur Globalisierung, doch jetzt findet ein Trend zu mehr Individualisierung statt. Die Länder schotten sich ab, wollen Souveränität, Unabhängigkeit und Liefersicherheit. Ich glaube aber nicht, dass wir eine einheitliche Landschaft sehen werden. Die Staaten werden für sich entscheiden, ob sie diesen Weg gehen oder nicht«, so die Sanofi-Chefin.  

Julian Witte merkte an, dass die Arzneimittelpreise schon jetzt stetig steigen und es in absehbarer Zukunft wohl weiter tun werden. »Doch das Budget der GKV ist endlich. Wir haben in einem überwiegend beitragssatzfinanzierten System nur begrenzte Möglichkeiten, die Kosten nach oben zu ziehen und  die noch vorhandenen Spielräume sind begrenzt. Da werden wir bald noch über andere Dinge diskutieren müssen«, so der Autor des AMNOG-Reports.  

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