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Wechseljahre
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Starke Monatsblutungen verstärken Müdigkeit

Viele Frauen in den Wechseljahren leiden unter Müdigkeit – oft in Verbindung mit Schlafproblemen. Einer neuen Studie zufolge könnten auch starke oder langanhaltende Menstruationsblutungen und daraus resultierender Eisenmangel eine Rolle spielen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift »Menopause« veröffentlicht.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 25.03.2025  09:00 Uhr
Starke Monatsblutungen verstärken Müdigkeit

Frauen in der Menopause sind häufig müde und erschöpft. Das kann vor allem an den Schlafstörungen liegen, die in dieser Lebensphase bei vielen Frauen auftreten. Wie häufig Schlafstörungen sind, zeigte vor Kurzem eine Umfrage unter 4014 Frauen auf dem Wissensportal wexxeljahre.de: Mit großem Abstand führen Schlafprobleme und psychische Belastungen die Liste der Beschwerden an. Erst auf Platz fünf folgten die Hitzewallungen, die als typisch für die Wechseljahre gelten.

Zum anderen könnte die Müdigkeit auch auf starken Menstruationsblutungen beruhen, die ebenfalls in den Wechseljahren auftreten können. Das berichtet ein Team um Professor Dr. Siobán D Harlow von der University of Michigan in Ann Arbor im Fachjournal »Menopause«. Bei den meisten Frauen veränderten sich in den Wechseljahren die Intensität und Dauer ihrer Menstruation, heißt es dort. Eine von drei Frauen in dieser Phase leide unter abnormen Uterusblutungen (AUB), die sich in Form von starkem (Heavy Menstrual Bleeding, HMB) oder verlängertem (Prolonged Menstrual Bleeding, PMB) Blutfluss äußern. Bisher wurde diesem Thema jedoch nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt – sowohl in der Forschung als auch in den Medien.

Das Team um Harlow analysierte die Menstruationskalender von mehr als 2300 Frauen mittleren Alters und ermittelte daraus Phasen von HMB und PMB. Zudem befragte es die Probandinnen über sieben Jahre einmal jährlich nach vier Müdigkeitssymptomen (Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Energie- und Antriebslosigkeit). Phasen von HMB und PMB in den sechs Monaten vor einer Befragung gingen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Erschöpfungssymptome einher (für Müdigkeit um 62 Prozent und für Abgeschlagenheit um 44 Prozent). Auch nach Berücksichtigung anderer möglicher Faktoren wie Ethnie, BMI oder Schlafproblemen blieb dieser Zusammenhang bestehen.

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