| Lukas Brockfeld |
| 25.09.2026 14:00 Uhr |
Apothekerinnen und Apotheker sind aus der Versorgung nicht wegzudenken. / © Getty Images/Morsa Images/Abel Mitjà Varela
Der heutige Welt-Apothekertag ist für zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des Berufsstands Anlass, die Bedeutung der Apotheken hervorzuheben. »Für viele Patientinnen und Patienten ist die örtliche Apotheke die erste Anlaufstelle, wenn es um Gesundheitsberatung, Unterstützung und Beruhigung geht«, sagt etwa ABDA-Präsident Thomas Preis in einem Video, das vom Weltapothekerrat (WPC) auf Facebook veröffentlicht wurde.
In dem Video melden sich die Präsidenten von Apothekenorganisationen aus zahlreichen Ländern zu Wort. Auch WPC-Präsident Trent Twomey unterstreicht darin die Relevanz der Apotheken. »Wenn öffentliche Apotheken stark sind, sind auch die lokalen Gemeinschaften stark. Vielen Dank an alle Apothekerinnen und Apotheker sowie die Apothekenteams für alles, was Sie leisten«, so der Australier.
Auch der Weltapothekerverband FIP nimmt den Tag zum Anlass, um den Beitrag der Apotheken zur Prävention, Gesundheitsversorgung, Resilienz und Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme hervorzuheben.
»Apotheker zu stärken bedeutet, ihnen die Kompetenzen, die Anerkennung und die Arbeitsbedingungen zu verschaffen, die erforderlich sind, um den sich wandelnden Gesundheitsbedürfnissen gerecht zu werden«, sagte FIP-Präsident Paul Sinclair. »Apotheker nehmen eine einzigartige Position an der Schnittstelle zwischen Arzneimittelversorgung, wissenschaftlichen Innovationen und Patientenversorgung ein. Wenn sie in die Lage versetzt werden, ihr Fachwissen in vollem Umfang einzubringen, werden die Gesundheitssysteme zugänglicher, reaktionsfähiger und nachhaltiger.«
Der Welt-Apothekertag ist auch bei unseren Nachbarn Thema. So erklärt Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer: »Der Welt-Apothekertag ist der richtige Tag, um Danke zu sagen: an alle Apothekerinnen und Apotheker sowie das gesamte Apotheken-Team, die Tag für Tag, an Sonn- und Feiertagen und mitten in der Nacht, für die Menschen in Österreich da sind.« Diese Versorgungssicherheit sei keine Selbstverständlichkeit, sondern die tägliche Höchstleistung eines Berufsstands.
Angesichts einer sich verschlechternden Gesundheitsversorgung fordert die Österreichische Apothekerkammer eine verstärkte Einbindung der Apothekerschaft. »Das Potenzial der Apothekerinnen und Apotheker ist riesig, von Impfungen über Medikationsanalysen bis zur Telemedizin – und international längst gelebte Praxis. Was anderswo funktioniert, muss auch in Österreich endlich möglich werden«, so Raimund Podroschko, Vizepräsident der Kammer. Dafür brauche es neben den entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen auch eine angemessene Finanzierung.