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Corona-Schutzausrüstung
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Spahn verteidigt Masken-Preise

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigt die hohen Kosten für den Kauf von FFP2-Masken in der Frühzeit der Corona-Pandemie. Spahn erklärte gegenüber Welt TV: »Wir wollten sicherstellen, dass tatsächlich auch Masken geliefert werden.«
AutorKontaktdpa
Datum 18.07.2024  12:34 Uhr

»Aus heutiger Sicht, ja, war es sehr teuer, aber die Masken waren dann eben auch da«, so Spahn weiter. Er betonte, dass auch die Grünen damals gesagt hätten: »Besorgt Masken um jeden Preis, im Sinne des Wortes. Keiner hat gesagt: Seid dabei besonders sparsam. Und das haben wir gemacht.«

Spahn übernimmt die Verantwortung für die hohen Kosten: »Habe ich als Minister die Entscheidung getroffen? Ja klar, wer denn sonst soll in einer Krise, in einer Notlage die politische Verantwortung und damit auch die Entscheidung übernehmen, wenn nicht der Minister«, sagte er.

Lauterbach will Maskenvorgänge aufklären lassen

Spahn reagierte damit auf einen Bericht der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, der sich auf Mails aus dem Gesundheitsministerium beruft. Laut dem Bericht habe der damalige Gesundheitsminister den Einkaufspreis für die Masken stark angehoben, entgegen der Empfehlung seiner Fachabteilung.

Karl Lauterbach (SPD), sein Nachfolger, kündigte vergangene Woche an, die teuren Maskenkäufe zu Beginn der Corona-Krise aufklären zu lassen. Er habe Margaretha Sudhof (SPD), ehemalige Staatssekretärin im Justiz- und Verteidigungsministerium, damit beauftragt.

Zugleich sagte Lauterbach, dass nach jetziger Erkenntnis sein Vorgänger Spahn den hohen Einkaufspreis von 4,50 Euro je Maske festgelegt habe.

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