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Gerücht über Kabinettsbildung
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Sorge soll Lauterbach ablösen

Die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD gehen in die entscheidende Phase, längst werden auch Namen für das Kabinett gehandelt. In Koalitionskreisen kursiert jetzt eine Aufstellung, wonach Tino Sorge neuer Bundesgesundheitsminister werden könnte.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 31.03.2025  10:58 Uhr

Linnemann, Scharrenbach, Sinemus und Jung 

Das Wirtschaftsressort dürfte an Carsten Linnemann fallen, den derzeitigen Generalsekretär der CDU. Als Familienministerin ist Silvia Breher (CDU) im Gespräch, seit 2017 im Bundestag und seit Ende November 2019 stellvertretende Parteivorsitzende.

Ein Vorschlag in den Koalitionsverhandlungen sieht vor, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr zu einem neuen Bundesministerium für Infrastruktur zusammen zu legen. Dies könnte von Ina Scharrenbach (CDU) geleitet werden. Sie ist seit Juni 2022 Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen und war davor schon mit leicht anderem Zuschnitt Ministerin im Kabinett von Hendrik Wüst.

Ein neugeschaffenes eigenes Digitalressort könnte dagegen unter die Leitung von Kristina Sinemus (CDU) fallen. Sie ist seit Januar 2019 Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation. Das Umweltministerium könnte ebenfalls an die CDU gehen und von Andreas Jung besetzt werden, einer von fünf stellvertretenden Bundesvorsitzenden seiner Partei. Mit Tino Sorge als Nachfolger von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wären die CDU-Ministerposten damit verteilt. Staatsminister Kultur könnte überdies Joe Chialo werden.

Schlüsselressorts für die SPD

Dass SPD-Parteichef Lars Klingbeil gern das Finanzministerium führen möchte, ist ein offenes Geheimnis. Insgesamt bekommen die Sozialdemokraten zwar nur fünf Ministerien, darunter allerdings Schlüsselressorts. Dass Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Amt bleiben soll, gilt inzwischen als gesichert. Das für die SPD strategisch wichtige Arbeitsministerium könnte von Bärbel Bas (SPD) geleitet werden, die zuletzt als Bundestagspräsidentin überzeugen konnte.

Das ebenfalls zentrale Justizministerium soll dem Vernehmen nach von Sonja Eichwede (SPD) geleitet werden. Die Richterin ist ist rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und seit 2021 Mitglied des Bundestags. Svenja Schulze ist seit dem 2021 Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie soll den Gerüchten zufolge auf ihrem Posten bleiben.

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