Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Strukturelle Reformen geplant
-
Sorge: Koalitionsvertrag ist »keine Belletristik«

Die Pläne zur Apothekenreform sehen derzeit keine Erhöhung des Fixums vor – wegen der Finanzlage der Kassen wurde das Vorhaben geschoben. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (BMG), Tino Sorge, betonte heute, dass es schnell Einsparungen im System und strukturelle Reformen geben soll.
AutorAlexander Müller
Datum 04.11.2025  11:46 Uhr

Mehr Eigenverantwortung für Versicherte

Der Staatssekretär deutete aber auch an, dass mit den Vorschlägen der Finanzkommission die Versicherten stärker in die Pflicht genommen werden könnten: Es gehe um »Kostensensibilität innerhalb der Gesellschaft« und mehr »Wahlfreiheiten für die Versicherten«. Man müsse bei der »Eigenverantwortung andere Anreizsysteme setzen«. Andere Länder machten es vor, wie man zu einer »sinnvolleren Inanspruchnahme« von Leistungen kommen könne.

Zwar würden laut Sorge nicht alle Vorschläge der Kommission 1:1 umgesetzt werden können. Es dürfe aber auch keine »roten Linien« geben. Ob nach den Sparmaßnahmen dann Geld für die Anpassung des Fixums zur Verfügung stehen wird, darauf ging Sorge noch nicht ein. Die parallel geplante Apothekenreform könnte im Sommer in Kraft treten.

Mehr von Avoxa