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Malaria
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So befällt Plasmodium falciparum rote Blutkörperchen

Forschende aus der Schweiz und aus Australien haben den Mechanismus entschlüsselt, wie der Malaria-Erreger Plasmodium falciparum rote Blutkörperchen befällt. Die Studienergebnisse könnten als Ansatzpunkt dienen, um zukünftig neue Medikamente und Impfstoffe gegen das Blutstadium zu entwickeln.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 04.04.2024  16:48 Uhr
So befällt Plasmodium falciparum rote Blutkörperchen

Malaria verläuft in mehreren Stadien. Der einzellige Erreger Plasmodium falciparum befällt nach der Infektion zunächst die Leber, wo er Wochen bis Monate verbleibt und sich vermehrt. Dann gelangt er ins Blut und infiziert rote Blutkörperchen. Diese Invasion ist maßgeblich für die Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Müdigkeit verantwortlich. Bekannt ist, dass der Erreger für das Eindringen ins Blut ein bestimmtes Protein benötigt, das cysteinreiche protektive Antigen (CyRPA). Doch erst jetzt entschlüsselten Forschende den genauen Mechanismus.

Unerlässlich für das Eindringen ist demnach eine Zuckerstruktur auf der Oberfläche der Erythrozyten. Diese Erkenntnis könnte als Ansatzpunkt dienen, um neue Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria zu entwickeln. Die Ergebnisse der Studie, die unter der Leitung des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH) und des Institute for Glycomics an der Griffith University in Australien durchgeführt wurde, sind kürzlich im Fachjournal »Cell Reports« erschienen.

Das Team um Dr. Christopher Day entdeckte, dass das Erregerprotein CyRPA lektinartige Eigenschaften hat. Lektine sind Proteine, die an bestimmte Zuckerstrukturen auf Zelloberflächen binden können. Konkret bindet CyRPA an den Zucker N-Acetylneuraminsäure (Neu5Ac), eine Sialinsäure auf der Oberfläche von Erythrozyten. Dies ermöglicht ihm den Eintritt – und könnte erklären, warum P. falciparum bevorzugt Menschen infiziert.

»Der Mensch unterscheidet sich von anderen Primaten dadurch, dass er nur einen Typ von Sialinsäure, Neu5Ac genannt, produzieren kann«, erklärt Professor Dr. Michael Jennings, Koautor der Studie, in einer Pressemitteilung des Swiss TPH. »In dieser Studie zeigen wir, dass die menschliche Form der Sialinsäure, Neu5Ac, vom humanspezifischen Malariaparasiten P. falciparum stark bevorzugt wird, was die Anpassung dieses Parasiten an den Menschen erklären könnte.«

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