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RKI-Wochenbericht
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Siebte Corona-Welle könnte sich andeuten

Bis vor kurzem sanken viele Corona-Parameter von Woche zu Woche. Damit ist es vorbei. Steht nun bald die siebte Welle ins Haus? Jedenfalls soll dieses Mal die Zahl schwerer Erkrankungen stärker gewichtet werden als die Zahl der Neuinfektionen.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 23.09.2022  12:15 Uhr
Omikron-Sublinie BA.2.75 weiterhin nur vereinzelt nachgewiesen

Omikron-Sublinie BA.2.75 weiterhin nur vereinzelt nachgewiesen

Unverändert sorgt die Omikron-Sublinie BA.5 nach Stichproben-Daten für den größten Teil der Fälle (rund 96 Prozent). Die Sublinie BA.2.75, die wegen vermehrter weltweiter Ausbreitung unter Beobachtung steht, ist laut RKI mittlerweile rund 80 Mal in Deutschland nachgewiesen worden. Mehr als die Hälfte dieser Nachweise stammt aus den letzten Wochen der Variantenauswertung (29. August bis 11. September). Es wird aber nur ein sehr kleiner Teil aller positiven Proben dahingehend untersucht.

Ob es sich bereits um erste Anzeichen für den Beginn einer neuen Welle handelt, wird sich erst im Rückblick genauer sagen lassen. Im aktuellen »Epidemiologischen Bulletin« vom Donnerstag werden für den bisherigen Pandemieverlauf in Deutschland sechs Wellen gezählt. Die sechste Welle begann laut der rückwirkenden Einstufung im Juni, ein Enddatum ist noch nicht definiert.

Da wegen der Jahreszeit eine erneute Zunahme von Atemwegserkrankungen zu erwarten sei, könne die weitere Entwicklung aktuell noch nicht genau abgeschätzt werden. In dem Papier wird auch betont, dass schwere Erkrankungen für die Gesamtbewertung stärker in den Vordergrund rückten, «während die bloße Zahl der Infektionen längst nicht mehr so wichtig ist wie zu Beginn der Pandemie». 

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