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Gemeinsamer Brief der Heilberufe
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Scholz soll Lauterbach stoppen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch machen und so die ambulante Versorgung retten – auf diese Formel lässt sich der Brief an den Kanzler zusammenfassen, den die Spitzenorganisationen der Apotheker, Ärzte und Zahnärzte verfasst haben. Die drei Berufsgruppen stellen sich mit diesem ungewöhnlichen Schritt gemeinsam gegen die Politik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 01.11.2023  11:10 Uhr
Leistungskürzungen als Folge der Lauterbach-Politik

Leistungskürzungen als Folge der Lauterbach-Politik

Mit seiner Politik gefährde Minister Lauterbach das bewährte Gesundheitssystem und setze die mittelständisch geprägte, freiberufliche Struktur aufs Spiel, die für rund eine Million wohnortnahe Arbeitsplätze stehe und gerade in Krisenzeiten ein Stabilitätsfaktor sei. »Tatsächlich läuft diese Gesundheitspolitik darauf hinaus, dass zunehmend Leistungskürzungen entstehen und die vertraute ambulante Versorgung, die die Praxen und Apotheken derzeit noch stemmen, zunehmend zerstört wird«, heißt es, und weiter: »Diese Entwicklung sorgt uns. Wir können uns nicht vorstellen, dass die Bundesregierung dies angesichts der derzeitigen Krisenzeiten so beabsichtigt.«

Zum Abschluss bitten die drei Vertreter der Heilberufe den Bundeskanzler direkt, »dieser Entwicklung und einer weiteren Verunsicherung der Bevölkerung entgegenzuwirken«. Scholz soll nicht zulassen, dass das Gesundheitswesen zur Disposition gestellt wird. »Bitte sorgen Sie für den Erhalt der wohnortnahen, verlässlichen und vertrauten Gesundheitsversorgung durch ärztliche, zahnärztliche und psychotherapeutische Praxen sowie Apotheken.« Wenn es die hohe zeitliche Beanspruchung des Kanzlers erlaube, würden Gassen, Hendges und Overwiening ihr Anliegen und Lösungsvorschläge auch in einem gemeinsamen Gespräch erörtern.

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