Als Sachverständiger war auch Andreas May, Bundesvorstand der Apothekengewerkschaft Adexa, eingeladen. »Für uns ist wichtig, dass nach zwei bis drei Jahren eine Evaluation stattfindet«, betonte der Gewerkschafter. Außerdem müssten die Kapazitäten der zuständigen Prüfungsstellen ausgebaut werden, damit Apothekerinnen und Apotheker aus Nicht-EU-Staaten schneller in tarifgebundene Beschäftigungsverhältnisse gelangen.
Ergänzend zum Gesetz hat die Adexa außerdem eine Kostenerstattung für berufsbegleitende Sprach- und Fachkurse vorgeschlagen. Außerdem fordert die Gewerkschaft Förderprogramme oder Zuschüsse für Apotheken, die Apothekerinnen und Apotheker aus Drittstaaten einarbeiten, um die Apothekenteams bei der Integrationsarbeit zu unterstützen und zu entlasten.
Andreas May war nach der Anhörung guter Dinge: »Adexa hatte bereits eine grundsätzlich positive schriftliche Stellungnahme zum Referentenentwurf sowie aktuell zum Kabinettsentwurf abgegeben. Diese konnte ich – in aller gebotenen Kürze – ergänzen. Darüber hinaus konnte ich am Rande der Anhörung auch mit einzelnen Parlamentariern ins Gespräch kommen. Das ist für unsere berufspolitische Arbeit bei diesem und weiteren Gesetzgebungsprozessen wichtig«, heißt es auf der Website der Gewerkschaft.