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E-Rezept
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Schleppende TI-Anbindung der Heime

Die Anbindung von Pflegeeinrichtungen an die Telematik-Infrastruktur (TI) soll die Versorgung vereinfachen und Zeit sparen. Erste Schritte haben zum Stichtag 1. Juli aber längst nicht alle Einrichtungen unternommen, wirklich »TI-ready« dürften die wenigsten sein, denn an der Umsetzung hapert es offenbar. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 08.07.2025  14:15 Uhr

Problem Umsetzung

Zudem könnte es mit der praktischen Umsetzung weiterhin hapern, zumindest hegt Björn Schittenhelm, Apotheker aus Holzgerlingen in Baden-Württemberg, hier seine Zweifel. Seines Wissens nach sind bis dato etwa 50 Prozent der Einrichtungen in Baden-Württemberg theoretisch »TI-ready«. In der praktischen Umsetzung seien es aber »sehr wenige, geschweige denn gibt es eine funktionierende Umsetzung in der Software des Heims«. Bis auf Einzelfälle werde »es definitiv nicht funktionieren«. 

Die Heimversorgung bleibe also ein Problem, so lange die Rezeptübermittlung von der Praxis an die Apotheke via KIM nicht erlaubt sei. Bei bestehendem Heimversorgungsvertrag müsse hier die direkte Übertragung ausdrücklich gestattet werden, so Schittenhelm. 

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