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Versandhandel
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Rx-Versandverbot versus einheitliches EU-Recht für alle

EU-Versender können ihre Arzneimittel mit dem Paketdienst liefern, deutsche Apotheken und Großhändler müssen sich hingegen an strenge Liefervorgaben halten, um die Arzneimittelqualität zu sichern. Die Branche fordert endlich eine verbindliche Versand-Kontrolle, die Politik ist uneins, wie und ob das gelingen könnte.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 11.02.2025  17:18 Uhr

Seidenath (CSU) Rx-Versandverbot als »bester Weg«

Ein ganz anderer, aber alt-bekannter Vorschlag kommt vonseiten der CSU. »Wir brauchen wieder ein Rx-Versandverbot«, so Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion. Dies sei der beste Weg um wieder kontrollierte Bedingungen herzustellen. In anderen Ländern wie etwa Österreich sei schließlich auch ein Rx-Versandverbot möglich. Das Problem bei dieser Lösung ist laut Stamm-Fibich jedoch, dass eine einmal erteilte Rx-Versanderlaubnis nicht wieder einkassiert werden kann. Diese juristischen Bedenken seien weit verbreitet.

Auch wenn es bei der Diskussion keine Lösung für das Problem gab, Fakt ist, das Thema soll bei der nächsten Bundesregierung auf dem Tisch liegen. Seidenath versicherte, unter Unionsbeteiligung würde das Thema in die Koalitionsverhandlungen einfließen. Zuletzt hatte sich auch CDU-Gesundheitspolitiker Georg Kippels dafür stark gemacht. Die Versenderkontrolle soll auf die Unions-Agenda, hatte er zugesichert.

 

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