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Stadt-Land-Gefälle bei Gesundheit
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Reiche Landbewohner fühlen sich gesünder

Während Menschen Grünflächen als zentral für ihre Gesundheit erachten, spielt die Luftqualität eine untergeordnete Rolle. Eine Barmer-Umfrage zeigt, wie unterschiedlich Stadt- und Landbewohner ihre Situation bewerten und dass ihre Beurteilung auch viel mit dem Einkommen zu tun hat.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 06.07.2026  14:30 Uhr

Menschen auf dem Land fühlen sich deutlich gesünder als Menschen, die in Städten leben. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) bewertet in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Ersatzkasse Barmer ihr Wohnumfeld als sehr gesund. In Städten sagt das nur gut ein Viertel (27 Prozent). Barmer-Chef Christoph Straub betont die Relevanz des direkten Umfelds für das Wohlbefinden und verweist auf gemeinsame Projekte der Kasse mit Kommunen zur Prävention und Gesundheitsförderung.

Auch das Einkommen spielt eine große Rolle. Wer mehr verdient, bewertet sein Wohnumfeld besser. Rund ein Drittel der Teilnehmenden mit weniger als 3000 Euro Haushalts-Nettoeinkommen pro Monat sieht die eigene Umgebung als sehr gesund. Bei Personen mit mindestens 5000 Euro Einkommen sind es fast die Hälfte. Insgesamt leben laut Umfrageergebnissen 39 Prozent in einem sehr gesunden Umfeld. 56 Prozent sprechen in ihrem Fall von einem eher gesunden und 5 Prozent von einem ungesunden Wohnumfeld.

Luftqualität belegt letzten Platz

Unterschiedlich bewerten die rund 1800 befragten Erwachsenen einzelne Einflussfaktoren. Während Parks und Grünflächen für viele als sehr entscheidend für ein gesundes Wohnumfeld gelten (61 Prozent), spielt die Luftqualität insgesamt eine deutlich geringere Rolle, um die Lebensqualität in ihrer Region zu beurteilen. Nur 41 Prozent halten sie für besonders gesund in ihrem Lebensraum. In Städten sind es sogar nur 20 Prozent. Auf dem Land sieht immerhin mehr als die Hälfte die Luftqualität positiv.

Ähnlich groß sind die Diskrepanzen bei den Themen Nachbarschaftsklima, Bewegungsmöglichkeiten durch Radwege oder Sportanlagen, Lautstärke und Kriminalität. Keine großen Unterschiede zeigten sich allerdings in puncto Nahversorgung mit gesunden Lebensmitteln, die 49 Prozent der Menschen auf dem Land und 47 Prozent jener aus städtischen Regionen als gesund einstuften.

Insgesamt hat die Barmer-Umfrage ergeben: Wer mehr verdient, bewertet fast alle Aspekte des Wohnumfelds besser – von der häuslichen Situation bis zur Versorgung.

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