| Alexander Müller |
| 21.02.2026 12:18 Uhr |
Auf die anstehenden Proteste hatte Gastgeber ABDA-Präsident Thomas Preis zuvor hingewiesen. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in der kommenden Woche werde der Berufsstand »Beschlüsse fassen müssen«, wie man die Politik an ihre Versprechen erinnert. Unter anderem ist eine Petition geplant.
Die ABDA hat bereits früh im Jahr den »Frühling der Proteste« ausgerufen: Mit dem Votum des Bundesrats und der anstehenden ersten Lesung Ende Februar beginne jetzt die politische Diskussion. Die Apothekerschaft werde »mit ganz massiven Maßnahmen begleiten«, kündigte Preis an. Und offenbar teilt Kippels die Einschätzung, dass Ministerin Warken und die Abgeordneten der Regierungsfraktionen von den Protesten sogar gestärkt werden könnten.
Für Preis ist ein Jahr nach der Bundestagswahl ein geeigneter Zeitpunkt für ein Zwischenfazit. »Die politische Probezeit für Schwarz-Rot ist abgelaufen«, so Preis, der auch Vorsitzender des AVNR ist. Jetzt komme es auf Ergebnisse an – die Umsetzung des Koalitionsvertrages und damit die Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro sowie eine »vernünftige Regelung« für die folgenden Verhandlungen mit den Krankenkassen.