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Kritik von Pharmaverbänden
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Rat der EU beschließt neue Abwasserrichtlinie

Der Rat der Europäischen Union hat heute die neue EU-Abwasserrichtlinie verabschiedet. Pharmaverbände warnen vor Arzneimittelengpässen und einer Schwächung des Standorts Deutschland.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 05.11.2024  16:20 Uhr

Generika-Hersteller besonders betroffen

Von den Folgen seien die Generika-Hersteller besonders stark betroffen. Da innerhalb des Erstattungssystems in Deutschland die Arzneimittelpreise nicht erhöht werden können, drohe die Produktion der betreffenden Arzneimittel für die Unternehmen unwirtschaftlich zu werden – was wiederum zu Marktrücknahmen führen werde. »Die Folgen könnten immens sein«, warnen die Verbände. Es drohten Engpässe unter anderem bei Krebsmitteln, Diabetes-Medikamenten oder Antibiotika.

Die Verbände fordern die Bundesregierung in der Mitteilung daher auf, bei der Umsetzung der Richtlinie »auf nationale Schadensbegrenzung« zu achten »und die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit eng im Blick« zu behalten.

Die Zustimmung der EU-Länder war der letzte notwendige Schritt im Gesetzgebungsverfahren. Die neue Richtlinie wird nun noch im EU-Amtsblatt veröffentlicht und tritt dann in Kraft.

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