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Öffentliche Gesundheit
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Public Health trifft Pharmazie

Public Health nimmt statt der Gesundheit des Einzelnen die der Bevölkerung in den Fokus. Wie können Apotheker dazu beitragen? Das berichtet Dr. Udo Puteanus vom Verein demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 08.11.2023  07:00 Uhr

Public Health für Studierende

Der VdPP setzt sich dafür ein, dem pharmazeutischen Nachwuchs das Thema Public Health bereits im Studium näherzubringen. »Angehende Apothekerinnen und Apotheker werden im Studium derzeit fast ausschließlich mit naturwissenschaftlichen Inhalten konfrontiert«, bedauert Puteanus. Public-Health-Themen wie Fragen nach der gesundheitlichen Ungleichheit, dem Einfluss von Umwelt, Psychologie und sozialem Status auf die Gesundheit oder der Steuerung von Gesundheitsleistungen dagegen fehlten gänzlich.

»Insofern fehlt Pharmazeutinnen und Pharmazeuten ein ganz wesentlicher Zugang zum Thema Gesundheit – ein Zugang, der Medizinerinnen und Medizinern in Fächern wie Sozialmedizin, medizinischer Psychologie oder Soziologiegewährt wird.«

Seminarreihe in Kooperation mit dem BPhD

Um Pharmaziestudierenden aufzuzeigen, in welchen Public-Health-bezogenen Berufsfeldern sie später einmal arbeiten können, hat der VdPP in Kooperation mit dem Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) in den vergangenen zwei Semestern bereits eine Online-Seminarreihe abgehalten. Kommendes Jahr soll es eine Fortsetzung geben.

»Nach der Vorstellung und Diskussion von mehr als 15 pharmazeutischen Berufsfeldern wollen wir kommendes Jahr dem pharmazeutischen Nachwuchs den Zusammenhang zwischen Pharmazie und Public Health nochmals im Grundsatz vorstellen«, erklärt Puteanus. Die Veranstaltung werde am 18. Januar stattfinden – mit den Schwerpunkten Apotheke und Öffentlicher Gesundheitsdienst, verrät Puteanus.

»Wir erhoffen uns dabei einen regen Austausch mit dem pharmazeutischen Nachwuchs. Für 2025 planen wir eine Wiederauflage der Seminarreihe und der Vorstellung unterschiedlicher Berufsfelder – denn bis dahin ist ja bereits eine weitere Generation an Pharmaziestudierenden herangewachsen.«

Weiterbilden und vernetzen

Auch wer seinen Abschluss bereits in der Tasche hat, kann sich im Bereich Public Health weiterbilden. Puteanus verweist hier etwa auf ein Angebot für Apotheker von der Landesapothekerkammer Bayern.

Wem eine Weiterbildung nicht genug ist, der kann sogar einen Aufbaustudiengang zu Public Health an einer Universität oder Fachhochschule absolvieren – teilweise auch berufsbegleitend. Apotheker und PTA, die zusätzlich einen Masterabschluss in Public Health erworben haben, möchte der VdPP mithilfe eines neuen Netzwerkes erreichen und deren doppelte Expertise zusammenbringen. Näheres hierzu findet sich auf der Webseite des Vereins.

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