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Koalitionspläne
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Preis fordert Tempo von Union und SPD

ABDA-Präsident Thomas Preis ist sicher, dass die heilberufliche Expertise der Apotheker künftig noch stärker gefragt sein wird als jetzt schon. In seinen Augen ist es nur folgerichtig, dass die möglichen Koalitionspartner die Offizinen stärken wollen.
AutorKontaktPZ
Datum 26.03.2025  15:30 Uhr

Zu den heute bekannt gewordenen Ergebnissen der Koalitions-Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege erklärt ABDA-Präsident Thomas Preis: »Wir begrüßen es, dass die Gesundheitsexpertinnen und -experten von Union und SPD die Apotheken in dem geplanten Koalitionsvertrag als erste Anlaufstelle in der Gesundheitsversorgung anerkennen. Dieser Aufgabe können die Apotheken aber nur gerecht werden, wenn sie nach zwölf Jahren Honorar-Stillstand endlich wirtschaftlich stabilisiert werden.«

Die chronische Unterfinanzierung der Apotheken habe dafür gesorgt, dass in den vergangenen zehn Jahren fast 20 Prozent aller Apotheken verloren gegangenen seien. »Insofern ist es nachvollziehbar, dass die Gesundheitsexpertinnen und -experten einer möglichen schwarz-roten Koalition nun einen ersten Schritt in die richtige Richtung gehen und die Apotheken wirtschaftlich stärken wollen«, betonte er.

Neue Präventionsleistungen

Preis ist sicher, dass die Menschen angesichts des demographischen Wandels die heilberufliche Expertise der Apothekenteams sogar noch häufiger benötigen werden als ohnehin schon. Insofern hält er es auch für richtig, dass die Gesundheitspolitikerinnen und -politiker die Apotheken als heilberufliche Gesundheitszentren mit neuen Präventionsleistungen etablieren wollen. Das senke die Krankheitslast und verringere somit die Ausgaben der Krankenkassen. »Die Ergebnisse der Koalitions-Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege müssen jetzt schnell in die Realität umgesetzt werden.«

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