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DAT-Eröffnung
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Preis: Apotheken »fahrlässig vernachlässigt«

ABDA-Präsident Thomas Preis hat zur Eröffnung des Deutschen Apothekertags (DAT) die aktuellen Probleme des Berufsstands adressiert: hoher wirtschaftlicher Druck, Lieferengpässe, E-Rezept-Ausfälle und den Versandhandel. Neben Forderungen an die Politik präsentierte er die Vorschläge des Zukunftskonzepts.
AutorAlexander Müller
Datum 16.09.2025  13:40 Uhr
Preis kritisiert »systemzerstörende« Versender

Preis kritisiert »systemzerstörende« Versender

Der ABDA-Präsident kritisierte außerdem »das konstant gesetzes- und verordnungswidrige Verhalten« der Versender aus dem Ausland, ein aus seiner Sicht »völlig unakzeptabler Zustand«. Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Rx-Boni Mitte Juli habe sich die Situation verschärft. Und der Staat lasse sich auf der Nase herumtanzen. »Von Länderlisten, über Regeln für den temperaturgesicherten Transport von Arzneimitteln bis zum Boni-Verbot gibt es zahlreiche Regelungen, die offensichtlich immer noch nicht ausreichen, um dem systemzerstörerischen Geschäftsgebaren ausländischer Versandhändler Einhalt zu gebieten«, kritisierte Preis. Wer sich nicht an Recht und Gesetz halte, müsse von der Belieferung der GKV-Versicherten in Deutschland ausgeschlossen werden, ohne wenn und aber, forderte der ABDA-Präsident.

Preis setzt darauf, dass die Regierung den im Koalitionsvertrag vereinbarten Fahrplan umsetzt. Daher warte man jetzt gespannt auf die Ausführungen der Ministerin zu ihrem Apotheken-Reformgesetz.

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