| Cornelia Dölger |
| 05.01.2023 12:30 Uhr |
Allerdings: Arztpraxen mittwochs zu – das ergäbe zweifellos eine Reihe von organisatorischen Änderungen. Etwa müsste der Bereitschaftsdienst anders und aufwändiger geplant werden. Konkret müsste die KBV-Vertreterversammlung die Bereitschaftsdienstordnung ändern, wie ein KBV-Sprecher der PZ mitteilte. Für die Vermittlungszentralen der Rufnummer 116117 sowie für die Bereitschaftspraxen bräuchte es zusätzliches Personal – angesichts allgegenwärtigen Personalmangels auch im Gesundheitsbereich wohl keine einfache Aufgabe. Zudem sei dahingestellt, ob die Ärztinnen und Ärzte überhaupt mehrheitlich dazu bereit wären, ihre Praxen mitten in der Woche für einen Tag zu schließen, so der KBV-Sprecher.
Auch für Apotheken stünden mit einem praxisfreien Mittwoch übrigens Umbrüche in Form von Umsatzeinbußen ins Haus, nicht zuletzt weil an diesen Tagen wohl weniger Rx-Arzneimittel verordnet würden. Auch Rezept-Rücksprachen mit den Praxen dürften sich erheblich erschweren.