| Daniela Hüttemann |
| 19.06.2026 13:30 Uhr |
»Gleichzeitig zeigte die Studie, dass die meisten Befragten den Nutzen ihrer Medikamente positiv bewerteten und deren Zweck kannten«, berichtet Koautorin Dr. Janine Gronewold, Diplom-Psychologin an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen. »Die beobachteten Schwierigkeiten scheinen daher weniger auf mangelnde Motivation als auf praktische Hürden im Alltag zurückzuführen zu sein.«
In der Studie wurde aktiv nach Anwendungsproblemen gefragt. Die Autoren sind der Meinung, dass Probleme bei der Medikamentenanwendung in der hausärztlichen Versorgung häufiger erkannt und gezielt adressiert werden sollten. Konkrete Lösungsvorschläge nennen sie jedoch nicht. Zukünftige Studien sollten sich auf die Umsetzung und Bewertung von Maßnahmen für Patienten konzentrieren, die von Problemen bei der Medikamenteneinnahme berichten.