| Daniela Hüttemann |
| 23.11.2023 17:00 Uhr |
»Die Lauterbach’schen Reformpläne des Apothekerwesens würden die pharmazeutische Versorgung der Bevölkerung verschlechtern und sie würden den Apotheken den Boden unter den Füßen wegziehen«, verdeutlichte Burs. Sie wären das Gegenteil von dem, was der Bundesgesundheitsminister den Menschen bei jeder Gelegenheit immer wieder verspricht, nämlich Leistungskürzungen statt Leistungsverbesserungen. Eine »Apotheke light« bedeutet für die Menschen eine »Zweiklassenpharmazie«.
Die Pläne seien toxisch. Vermeintliche Erleichterungen würden nicht für mehr Neugründungen dort sorgen, wo sie benötigt werden, sondern für Konkurrenzkampf und Kannibalisierung in attraktiven Lagen, wenn dort eine »Apotheke light« neben einer Vollapotheke aufmacht. Burs warnte vor weiteren Fehlern. »Unser System der Arzneimittelversorgung ist bewährt und krisenerprobt. Wir brauchen keine hippen Ideen, keine Think Tanks, keine Gesundheitskioske oder ähnlichen Spuk, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland neu zu denken. Unser bestehendes System verdient es, geschützt zu werden, es verdient Stabilisierung, es verdient mehr Investitionen.« Dafür gelte es, weiterhin gemeinsam zu kämpfen.