Zu bedenken gibt Leal auch, dass die Studie keine Nutzen-Kosten-Abwägung darstellt. Sie konzentriere sich allein auf die negativen Gesundheitsbelastungen im Zuge des Plastik-Lebenszyklus. Es gebe aber auch positive Effekte: »Plastik ist unverzichtbar für moderne Gesundheitsversorgung.« Das gelte etwa mit Blick auf sterile Einwegartikel wie Spritzen, Implantate oder Blutkonserven. »In der Lebensmittelhygiene schützt es vor Keimen und Verderb, reduziert so Lebensmittelvergiftungen und sichert in vielen Regionen sauberes Trinkwasser.« Die Studie sei daher »ein entscheidendes, aber unvollständiges Stück des größeren Bildes«.