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BAV zur Apothekenreform
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Pläne bedeuten faktisch die Kürzung von Leistungen

Aus Sicht des Bayerischen Apothekerverbands (BAV) werden die Pläne für eine Apothekenreform für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung und für die Apotheken in Deutschland schlimmere Konsequenzen haben, als nach der Veröffentlichung des Eckpunktepapiers im vergangenen Jahr befürchtet. Die ausbleibende Erhöhung des Apothekenhonorars werde dazu führen, dass die Zahl der Apotheken weiter sinke, befürchtet der BAV.
AutorPZ
Datum 13.06.2024  17:20 Uhr
Dringend nötige Anhebung des Honorars ist ausgeblieben

Dringend nötige Anhebung des Honorars ist ausgeblieben

Der stellvertretende BAV-Vorsitzende vermisst in der Ausarbeitung außerdem die Anpassung der Apothekenvergütung für rezeptpflichtige Arzneimittel. »In den vergangen zwanzig Jahren gab es eine minimale Erhöhung. Und die ist schon wieder elf Jahre her. Seitdem sind jedoch die Kosten massiv angestiegen, etwa für Personallöhne oder Betriebskosten. Faktisch entspricht das einer stetigen Verringerung der Vergütung.« Folge dieser Sparpolitik seien sinkende Apothekenzahlen. Allein Bayern habe in den vergangenen zehn Jahren rund 500 Apotheken verloren.

Kammermeier befürchtet, dass sich bei Umsetzung der Reformpläne die Versorgung verschlechtern und die Zahl der Apotheken weiter sinken wird. »Weniger Arzneimittelzugang, weniger Personal, weniger Rezepturherstellung, weniger Apotheken. Das ist einfachste Mathematik für Grundschüler. Wenn ich beim Plusrechnen die Summanden verkleinere, dann wird auch das Ergebnis kleiner. Oder auf die Arzneimittelversorgung bezogen: wenn ich beim Leistungsangebot der Apotheken etwas wegnehme, dann kann im Ergebnis auch nur weniger Versorgung herauskommen. Minister Lauterbach kann also entweder nicht rechnen. Oder er sagt den Versicherten nicht die Wahrheit, nämlich, dass sie doch Leistungskürzungen werden hinnehmen müssen.« Zudem wirft er dem Minister schlechten Stil bei der Kommunikation des Referentenentwurfs vor.

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