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CED-Patienten
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Pilotprojekt belegt Nutzen von Stationsapothekern

Eine pharmazeutische Betreuung kann Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) mehr Vertrauen und Sicherheit in ihre Therapie geben. Das hat ein Pilotprojekt am Uniklinikum Regensburg gezeigt, das mittler­weile in eine kontinuierliche pharmazeutische Mitbetreuung ausgeweitet wurde.
AutorKontaktDaniel Fleischmann
Datum 18.06.2025  09:00 Uhr

Weniger Bedenken, mehr Sicherheit

Die Auswertung der Befragung ergab, dass die Pa­tienten in der Regel gut über ihre Erkrankung informiert waren und ihre Therapieadhärenz überwiegend als hoch bewerteten. Dennoch gab eine Vielzahl der Befragten teils erhebliche Bedenken über Neben­wirkungen ihrer CED-Therapie an, zum Beispiel ein erhöhtes Krebs­risiko oder negative Auswirkungen auf die Familienplanung. Zudem war bei den Teilnehmenden ein direkter Zusammenhang zwischen der Einnahme von Immunmodulatoren und/oder Biologika und dem Ausmaß von Bedenken bezüglich der aktuellen Therapie festzustellen. Darüber hinaus bestand ein großer Bedarf an zusätzlicher Beratung hinsichtlich weiterer medikamentöser Therapieoptionen.

In einer Vielzahl der Fälle wurde nach dem AMTS-Check das An- oder Absetzen eines oder mehrerer Arzneimittel empfohlen, da entweder keine Indikation vorlag oder eine bestehende Indikation bisher nicht behandelt wurde. Des Weiteren spielten Dosis­anpassungen und pharmakokinetische Interaktionen eine große Rolle.

Die Teilnehmenden reagierten überwiegend positiv auf die Initiative und gaben an, dass sich ihre Bedenken zur Therapie spürbar verringert hätten und sie sich nun deutlich sicherer in der Behandlung ihrer Erkrankung fühlten, weswegen das Pilotprojekt nun in eine kontinuierliche pharmazeutische Mitbetreuung ausgeweitet wird. 

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