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Grüne zu Apothekenreform
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Piechotta offen für PTA-Vertretung

Angesichts der bislang bekannten Reformpläne aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) hoffen die Apotheker auf das parlamentarische Verfahren. Wie die Grünen zu den Eckpunkten stehen, dazu ließ die Gesundheitspolitikerin Paula Piechotta in einer Diskussionsrunde etwas durchblicken.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 19.04.2024  14:30 Uhr

»Debatten ideologiefrei führen«

Was die Vergütung angeht, komme es den Grünen darauf an, dass das Geld an den richtigen Stellen ankommt. Das sieht Piechotta zum Beispiel bei einer Erhöhung der Botendienstvergütung nicht als gegeben an. Dieser werde aus ihrer Wahrnehmung vor allem in Städten angeboten. Apotheken auf dem Land berichteten ihr, dass sie lieber einen Abholautomaten hätten, so Piechotta. »Das sind Debatten, die wir ideologiefrei führen müssen.«

Positiv aus Sicht der Apotheken ist die Haltung der grünen Abgeordneten zur Skonto-Frage. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) befürchten die Apotheken massive Einschnitte bei den Einkaufskonditionen. Sie fordern daher eine Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV), so dass Skonti wieder explizit erlaubt werden. Das wäre auch aus Sicht von Piechotta die »einfachste Lösung«. Auch die FDP hatte sich schon für diesen Weg ausgesprochen. Ob das BMG diesen Schritt erwägt, ist noch offen. Die Antwort auf eine entsprechende Anfrage der PZ steht noch aus.

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