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EU-Richtlinie
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Pharmabranche warnt vor höheren Preisen wegen Abwasser-Regelung

Weil die Hersteller durch Umweltauflagen Mehrkosten haben, steigen die Arzneimittelpreise – davor warnt der Herstellerverband Pharma Deutschland. Konkret geht es dem Vorstandsvorsitzenden Jörg Wieczorek um die neue EU-Abwasser-Richtlinie, die das Verursacherprinzip umsetzt, also unter anderem die Pharmaindustrie in die Pflicht nimmt.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 11.09.2024  14:30 Uhr

Vor allem Antibiotika und Analgetika betroffen

Betroffen seien vor allem Antibiotika und Analgetika und damit die Arzneimittel, die in großen Mengen benötigt würden und unter hohem Preisdruck stünden. »Die Belastung von Antibiotika und anderen Generika mit rund 2 Milliarden Euro pro Jahr würde die angespannte Situation im Gesundheitsfinanzierungssystem weiter verschärfen«, warnte der Vorstandsvorsitzende.

Die Bedeutung der Pharmaunternehmen müsse künftig stärker hervorgehoben werden. Sie spiele »mit hohen Investitionen, zahlreichen Arbeitsplätzen und innovativen Produkten« seit Langem eine tragende Rolle in der Volkswirtschaft.

Pharma Deutschland hatte erst gestern einen längeren Umstrukturierungsprozess abgeschlossen. Mit dem Landesverband Ost wurde der letzte von sechs Landesverbänden gegründet, mit denen der Verband mehr Präsenz in den Regionen zeigen will.

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