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Medikamentenpreisregulierung
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Pharmabranche durch Trump unter Druck

Donald Trump will die hohen Medikamentenpreise in den USA drastisch senken. Das könnte weitreichende Folgen für deutsche Hersteller haben. Möglich sind auch Gefährdungen von Arbeitsplätzen an deutschen Standorten.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 13.05.2025  13:08 Uhr

USA sind Deutschlands wichtigstes Exportland

Für die deutsche Pharmabranche sind die USA das wichtigste Exportland und ein lukrativer Absatzmarkt. 2024 gingen dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 27 Milliarden Euro und damit knapp ein Viertel (23,8 Prozent) der deutschen Pharmaexporte in die USA.

In der Branche sind die Sorgen groß, dass Trump wie angedroht Zölle auf Pharmazeutika aus der EU einführen könnte. Dauerhaft hohe Zölle würden die Branche und ihre Forschungskraft bedrohen, warnte Bayer-Chef Bill Anderson jüngst im »Handelsblatt«.

Drohende US-Zölle auf Arzneien schüren zugleich Sorgen um die Gesundheitsversorgung in Deutschland, wo es immer wieder Engpässe bei Arzneien gibt. Denn die Bundesrepublik hat 2024 Pharmazeutika im Wert von 12,1 Milliarden Euro aus den USA importiert, knapp 17 Prozent der Brancheneinfuhren, und zudem gut zwölf Prozent der Vorprodukte.

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