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Riskante Immobiliengeschäfte
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Pensionskasse BVK: »Altersvorsorge für Apotheker bleibt sicher«

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) steht Medienberichten zufolge wegen riskanter US-Immobiliengeschäfte unter Druck. Aufgrund von Fehlinvestitionen entstand der Pensionskasse ein Gesamtschaden von 700 Millionen Euro. Auswirkungen auf die Versorgungsleistungen schließt die BVK jedoch aus.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 14.01.2026  13:04 Uhr

Klagen auf Schadenersatz

Die BVK gilt mit knapp 3 Millionen Versicherten als eine der größten Pensionskassen Deutschlands. Nach eigenen Angaben ist sie hierzulande die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe und führt die Geschäfte von zwölf berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen für Angehörige freier Berufe wie Apotheker, Ärzte oder Anwälte.

Eigentlich hat die Bayerische Versorgungskammer den Auftrag, ihre Beiträge konservativ und sicher anzulegen. Die Investments in die US-Projekte und ein umfangreiches Renovierungsobjekt gelten hingegen als spekulativ. Das könnte neben dem finanziellen Verlust nun weitere unangenehme Konsequenzen für die Pensionskasse haben. Wie die SZ berichtete, droht neben einer bereits laufenden US-Schadenersatzklage auch hierzulande ein rechtliches Nachspiel. Demnach haben die Wirtschaftsanwälte Peter Mattil und Stephan Greger in Bayern eine »Interessengemeinschaft Versorgungswerke« gegründet, mit dem Ziel, die Deals restlos aufklären. Klagen auf Schadenersatz könnten die Folge sein.

Besonders brisant ist laut SZ, dass ein erheblicher Teil der Geschäfte über den US-Investor Michael Shvo abgewickelt wurde, der bereits 2018 wegen Steuerbetrugs verurteilt worden war. Diese Vorbelastung sei offenbar erst spät erkannt worden.

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