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Hitzeschutz 
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Patientenschützer fordern mehr Investitionen

Allmählich kommt der Sommer in Deutschland an. Doch gerade für alte und kranke Menschen können anhaltende hohe Temperaturen gefährlich werden. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert daher staatliche Investitionen in den Hitzeschutz von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. 
AutorKontaktdpa
Datum 16.06.2025  13:00 Uhr

Kliniken und Pflegeheime in Deutschland müssen aus Sicht von Patientenschützern besser gegen zunehmende Hitzewellen gewappnet werden. »Ausreichend Getränke, morgens lüften und angepasste Speisepläne reichen nicht aus, um Pflegeheimbewohner und Krankenhauspatienten durch tropische Tage zu bringen«, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. »Zum Schutz dieser vulnerablen Gruppe muss endlich Geld in die Hand genommen werden.«

Die Bundesregierung sei gefordert, einen verbindlichen Investitionsplan für die 1.600 Krankenhäuser und 12.000 Pflegeeinrichtungen vorzulegen. Schließlich sehe das geplante schuldenfinanzierte Sondervermögen für die Infrastruktur auch vor, Deutschland klimafest zu machen. Bestandsbauten müssten bis spätestens 2027 an die Klimabedingungen angepasst werden. »Bei Neubauten ist sicherzustellen, dass die Raumtemperatur 25 Grad nicht übersteigt.«

Brysch mahnte, die psychischen und körperlichen Gesundheitsrisiken durch Hitze für Pflegebedürftige, alte und demenziell erkrankte Patienten seien bekannt. In vielen Einrichtungen hätten die meisten Zimmer aber nicht einmal Jalousien oder Rollos. Empfehlungen, für Beschattung von außen zu sorgen, liefen so ins Leere.

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