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Apotheken-Finanzierung
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Overwiening: »Kassen und Politik können oder wollen nicht rechnen«

Zwischen Frust und Chancen: Über die weiterhin schwierigen Gespräche mit Politik und Krankenkassen zu mehr Honorar für die Apotheken berichtete ABDA- und AKWL-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening bei der Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Wie geht es weiter?
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 05.06.2024  18:00 Uhr

Kammer blickt auf Leuchtturm-Projekte zurück

Es war die letzte Delegiertenversammlung der amtierenden Kammerversammlung. Bis zum 25. Juni sind die Apothekerinnen und Apotheker in ganz Nordrhein-Westfalen aufgerufen, neue Kammerversammlungen zu wählen. Am 5. September wird die konstituierende Sitzung der AKWL in Münster stattfinden. Aktuell hat die Kammer 8242 Mitglieder, davon 5618 aktiv im Berufsleben und davon wiederum 80 Prozent tätig in den öffentlichen Apotheken. Overwiening forderte auf:  »Bleiben wir auch in der neuen Wahlperiode offen für Neues, kreativ-kontruktiv sowie engagiert-empathisch.« Für ihren Vortrag erntete sie Standing Ovations.

In ihrer Bilanz der vergangenen fünf Jahre beschränkte sie sich auf sechs Meilensteine:

  1. die bundesweit erste Online-Wahl einer Heilberufskammer (2019),
  2. die Zuständigkeit der AKWL für die Kenntnisprüfungen ausländischer Apotheker, die das Anerkennungsverfahren beschleunige (2020),
  3. die Beteiligung der Apothekerschaft an den Corona-Impfzentren (2021),
  4. den Start des Wissenschaftlichen Instituts der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (WIVA) für Versorgungsforschung (2022),
  5. den Start der Stiftungsprofessur für individualisierte Pharmakotherapie an der Uni Münster und
  6. das in diesem Jahr gestartete Gemeinschaftsprojekt »Stationsapotheker:in NRW«, das gemeinsam mit allen Apotheker- und Ärztekammern sowie der Krankenhausgesellschaft in NRW und der ADKA – Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker realisiert wird.

Zudem entlasteten die Delegierten den Vorstand und die Geschäftsführung der Apothekerkammer und bestätigten den Haushaltsabschluss des Jahres 2023. Insgesamt gut 1,5 Millionen aus den Rücklagen gaben sie mit großer Mehrheit etwa hälftig für zwei Bauvorhaben frei: Im Spätsommer 2024 soll das Flachdach des Apothekerhauses in Münster saniert und ein Teil der Fenster modernisiert werden. Außerdem erhält das Kammergebäude eine Photovoltaikanlage. Eine ähnlich hohe Summe wie für den Ausbau des eigenen Gebäudes soll die Sanierung des Zentrallaboratoriums der Apotheker in Eschborn ermöglichen, an der sich alle Mitgliedskammern per Umlage beteiligen sollen.

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