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Covid-19-Vakzinen
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Omikron-Impfstoff in Großbritannien zugelassen

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat als erste weltweit eine Zulassung für einen angepassten Impfstoff gegen verschiedene Varianten des Coronavirus erteilt. Die bivalente mRNA-Vakzine enthält eine Wildtyp- und eine Omikron-Komponente.
AutorKontaktdpa
Datum 16.08.2022  12:00 Uhr

Wie das Gesundheitsministerium in London am 15. August mitteilte, schützt das Präparat mit dem Namen »Spikevax bivalent Original/Omicron« des US-Pharmaunternehmens Moderna sowohl gegen die ursprüngliche Coronavariante als auch gegen Omikron. Der Impfstoff biete eine gute Immunreaktion sowohl gegen die Omikron-Subvariante BA.1 als auch gegen das Virus, wie es 2020 im Umlauf war, hieß es in der Mitteilung. Zudem habe eine Studie gezeigt, dass der Impfstoff auch gegen die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 Wirkung zeige. Die Nebenwirkungen seien mild, so wie bei dem ersten Moderna-Impfstoff. Ernste Sicherheitsbedenken gebe es keine.

MHRA-Chefin June Raine bezeichnete den Booster-Impfstoff als »geschärftes Werkzeug in unserem Arsenal, um uns gegen diese Krankheit, die sich weiterhin fortentwickelt, zu schützen«. Der Impfstoff soll im Herbst als Booster zur Verfügung stehen. Alle über 50-Jährigen und bestimmte Risikogruppen sollen in Großbritannien von September an eine Auffrischungsimpfung in der einen oder anderen Form erhalten.

Im September könnten auch in der EU zwei bivalente mRNA-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2, die jeweils eine Omikron-Komponente enthalten, zugelassen werden. Dass hatte Bundesgesundheitsminister Professor Dr. Karl Lauterbach (SPD) am 12. August in der Bundespressekonferenz mitgeteilt. Demnach könnte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) sich am 1. September mit einem angepassten Impfstoff mit BA.1-Anteil und am 27. September mit einem Impfstoff mit BA.5-Anteil beschäftigen. Die Auslieferung könnte Lauterbach zufolge jeweils rasch erfolgen.

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