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Hochpreiser-Problematik
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»Ohne Liquiditätsmanagement geht es nicht«

Mehr Hochpreiser, Marktanpassungen, Innovationsdruck: Um wirtschaftlich flexibel zu bleiben, ist eine Liquiditätsplanung für Apotheken unerlässlich. Doch bislang ist das Thema in Apotheken noch zu selten präsent. Wie Liquiditätsmanagement geht, das war Thema beim PZ-Managementkongress.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 04.04.2025  14:00 Uhr

Kleine Handgriffe, große Wirkung

Schon kleine Handgriffe könnten hier sehr wirksam sein: wie etwa eine regelmäßige, tägliche Abrechnung der E-Rezepte. Auch eine regelmäßige, tägliche Kontrolle der Papierrezepte und getrennte Aufbewahrung sei ratsam. Zudem rät Barrmeyer, bei Hochpreisern per Vier-Augen-Prinzip gegenzuchecken. Auch sei es sinnvoll, Abholerrezepte zur Abrechnung zu kontrollieren und regelmäßig abzurechnen. Bei Privatrezepten empfiehlt er eine sofortige Rechnungsstellung. Und auch eine Optimierung der Kosten für EC-Zahlung sei hilfreich.

Als besonders effektives und hilfreiches Tool nennt Barrmeyer Programme, die es ermöglichen, sich Rezeptguthaben direkt auszahlen zu lassen, statt diese Guthaben wie sonst üblich erst im Folgemonat zur Verfügung zu haben. »Da können Sie sich das Geld direkt anweisen lassen und haben es noch am selben Tag auf dem Konto.« Solche Tools, wie etwa der von Barrmeyer präsentierte CashManager (Noventi), ermöglichten es, auch kurzfristigen Investitionsbedarf zu gewährleisten. Auch ließe sich so transparent abbilden, wie liquide die Apotheke aktuell ist und wie viel finanziellen Spielraum es tatsächlich gibt.

Weitere Tools wie etwa zur Rezept-Archivierung oder dem Rezeptmanagement würden grundsätzlich helfen, den Überblick zu behalten. Sie böten jederzeit Gesamtübersicht und Nachvollziehbarkeit von Abrechnungen oder etwa über fehlenden Verordnungen.

 

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