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Paracetamol-Saft
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Nur noch ein Hauptanbieter übrig

Paracetamol wird häufig bei Kindern zur Fiebersenkung eingesetzt. Doch die Versorgungslage ist angespannt: Nachdem sich 1A Pharma nun aus der Produktion eines PCM-Safts zurückgezogen hat, müsste Ratiopharm nach Schätzung von Pro Generika etwa 90 Prozent des Bedarfs für diese Formulierung alleine decken.
AutorKontaktSvea Türschmann
Datum 11.05.2022  13:32 Uhr

Kinderärzte setzen auf Ibuprofen

Laut Pro Generika werden jährlich rund eine Millionen Flaschen Paracetamol-Fiebersaft verschreiben. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht die Angelegenheit jedoch als weniger problematisch an. Paracetamol spiele bei den kindlichen Medikamenten inzwischen immer mehr eine untergeordnete Rolle, da die Medikamentensicherheit von Ibuprofen deutlich höher ist, gab ein Verbandssprecher gegenüber der PZ an. Ibuprofen ist ab einem Alter von sechs Monaten zugelassen und komme daher ab dieser Altersgruppe vermehrt zum Einsatz. »Flüssige Rezepturen wenden wir ja circa ab dem ersten Geburtstag an, sodass der Bedarf an flüssigem Paracetamol tatsächlich deutlich geringer geworden ist.«

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