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Mogamulizumab
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Neuer Antikörper beim T-Zell-Lymphom

Mit Mogamulizumab ist ein neues Krebsmedikament zur Behandlung der beiden häufigsten Arten des kutanen T-Zell-Lymphoms Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom verfügbar. Der Antikörper adressiert das Protein CCR4 und verlängert im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie signifikant das progressionsfreie Überleben.
AutorKontaktKerstin A. Gräfe
Datum 29.06.2020  08:00 Uhr
Progressionsfreies Überleben signifikant verbessert

Progressionsfreies Überleben signifikant verbessert

Die Zulassung basiert auf der Phase-III-Studie MAVORIC an 372 Patienten mit MF oder SS. Sie erhielten randomisiert gemäß den jeweiligen Fachinformationen entweder Mogamulizumab oder Vorinostat (in Deutschland nicht zugelassen). Vorinostat-Patienten mit fortschreitender Erkrankung oder inakzeptablen Toxizitäten durften zur Mogamulizumab-Therapie wechseln. Als primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben definiert.

Mogamulizumab reduzierte im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie das Progressionsrisiko relativ um 47 Prozent: Mit dem CCR4-Antikörper behandelte Patienten lebten im Durchschnitt 7,7 Monate ohne Progress, die Patienten der Vorinostat-Gruppe dagegen nur 3,1 Monate. Die Gesamtansprechrate war mit 28,0 Prozent fast sechsmal so hoch wie unter Vorinostat mit nur 4,8 Prozent. Die Ansprechdauer wurde um fünf Monate verlängert (14 versus 9 Monate). Zudem verbesserte Mogamulizumab signifikant die Lebensqualität.

Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Pneumonie, Fieber, Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion und eitrige Entzündungen der Unterhaut (Phlegmone). Als häufigste Nebenwirkungen traten Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion und Ausschlag auf. Diese waren zumeist nicht schwerwiegend (Schweregrade 1 oder 2).

Poteligeo ist im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C zu lagern.

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