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DigiG und GDNG
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Neue Regeln für E-Rezept und EPA

Das Digitalgesetz (DigiG) und das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) sollen an diesem Donnerstag in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beschlossen werden. Die Regierungsfraktionen haben noch Änderungsanträge eingebracht, die teilweise auch die Apotheken betreffen.
AutorAlexander Müller
Datum 11.12.2023  17:00 Uhr

Zum Jahreswechsel wird das E-Rezept scharf gestellt, wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegenüber der PZ noch einmal bestätigt hatte. Mit dem DigiG, das im ersten Quartal 2024 in Kraft treten soll, wird die Sanktionierung gegenüber Ärzten eingeführt, die nicht digital verordnen.

Von der verpflichtenden Nutzung des E-Rezepts ab dem 1. Januar 2024 sollen die Krankenhäuser laut einem Änderungsantrag von SPD, Grünen und FDP aber ausgenommen werden. Begründung der Regierungsfraktionen: Es fehle an der flächendeckenden Verfügbarkeit von Krankenhausinformationssystemen (KIS), Highspeed-Konnektoren (HSK) und TI-Gateways. Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus könnten der E-Rezept-Pflicht somit auch beim Entlassmanagement nicht nachkommen. Da sie dies nicht zu verantworten haben, wäre eine Sanktionierung unverhältnismäßig.

Kein KIM-Missbrauch mehr

Nach einer »Lex Doc Morris« klingt der Änderungsantrag gegen eine »missbräuchliche Nutzung von KIM«. Der niederländische Versender hatte Praxen über den KIM-Dienst (Kommunikation im Medizinwesen) angeschrieben und um E-Rezepte gebeten.

Im Änderungsantrag wird festgehalten, dass die Gematik die Spielregeln für die Nutzung veröffentlichen soll. Sofern ein Nutzer gegen Bestimmungen verstößt, kann er von der Gematik gesperrt werden. Laut Begründung geht es darum, »die Verbreitung von Nachrichten zu verhindern, die insbesondere Werbebotschaften enthalten, rechtswidrig sind, die Arbeitsprozesse der Empfänger stören oder die betriebliche Stabilität der Verfahren beeinträchtigen«.

Bereits nach der Werbeaktion von Doc Morris hatte die Gematik auf Nachfrage mitgeteilt, dass der Fall intern geprüft werde. Der scheidende Gematik-Geschäftsführer Markus Leyck Dieken hatte im Podcast PZ Nachgefragt angedeutet, dass die Politik hier noch einmal aktiv werden würde, um einen solchen Missbrauch des KIM-Dienstes künftig zu unterbinden.

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