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Antidepressivum
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Nelivaptan nimmt Vasopressin ins Visier

Ergebnisse einer klinischen Studie legen nahe, dass der V1b-Rezeptorantagonist Nelivaptan als Antidepressivum infrage kommen könnte. Ein Test soll die Patienten identifizieren, die von dem Wirkstoff besonders gut profitieren könnten.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 12.08.2025  14:30 Uhr
Besser und schneller wirksam in Subgruppe

Besser und schneller wirksam in Subgruppe

Um Patienten mit einer Deregulierung der Stressachse zu identifizieren, hat die Firma den sogenannten V1b-Polygen-Score (V1bPGS) entwickelt, einen blutbasierten, genetischen Biomarker-Test. Damit sollen Patienten identifiziert werden, die vermutlich besonders gut auf die Therapie mit Nelivaptan ansprechen. Insgesamt 89 Patienten wurden einer entsprechenden Subgruppe zugeordnet. Bis Woche 8 betrug die mittlere Differenz gegenüber Placebo in dieser Gruppe –4,47 Punkte. Zudem sei in dieser Gruppe auch ein schnellerer Effekt zu beobachten gewesen.

Nelivaptan war in der Studie insgesamt gut verträglich. Die häufigste behandlungsbedingte Nebenwirkung war Kopfschmerz.

HMNC Brain Health kündigt an, nun regulatorische Gespräche zur Phase-III-Entwicklung von Nelivaptan einzuleiten. Das genannte genetische Auswahltool will man weiter nutzen, um die »Präzisionspsychiatrie in die klinische Praxis zu bringen«.

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