| Theo Dingermann |
| 02.03.2026 15:00 Uhr |
In einem orthotopen Brustkrebsmodell, also in einem implantierten Tumor, bei dem sich die Tumorzellen an der anatomisch richtigen Stelle befinden, führte dies bei allen behandelten Mäusen zu einer hundertprozentigen Tumorelimination.
»Plötzlich begannen diese [modifizierten] NK-Zellen, gegen solide Tumore zu wirken«, sagt der Leiter der Studie, der Genetiker Dr. Sidi Chen, außerordentlicher Professor für Genetik und Neurochirurgie an der Yale School of Medicine (YSM), in einer Pressemitteilung. Man sei fest davon überzeugt, dass diese Art der Therapie ein immenses Potenzial für Patienten haben werde.
Die Forschenden legten den Schwerpunkt ihrer Forschung auf die Modifikation von CAR-NK-Zellen und nicht auf die derzeit noch viel häufiger eingesetzten CAR-T-Zellen. Denn NK-Zellen haben einen entscheidenden Vorteil.
Während CAR-T-Zelltherapien, bei denen die zu modifizierenden T-Zellen von dem zu behandelnden Patienten selbst stammen müssen, können CAR-NK-Zellen aus Spenderzellen als »Fertigprodukt« hergestellt werden. Somit entfällt ein extrem kostspieliges und zeitaufwendiges Verfahren zur patientenspezifischen Herstellung der CAR-T-Zellen.
CAR-NK-Zellen stehen bereits vorbereitet, das heißt ausgestattet mit einem geeigneten chimären Antigenrezeptor und mit dem »Hyperbooster« durch das OR7A10-Gen, zur Verfügung. Das sollte dazu führen, dass die Behandlung für deutlich mehr Patienten zugänglich wird.