Allerdings scheint nicht der Chronotyp an sich ausschlaggebend für den negativen gesundheitlichen Effekt zu sein, sondern vielmehr Gewohnheiten, die oft mit dem späten Rhythmus einhergehen. Bei »Abend-Menschen« sei es häufiger der Fall, dass die innere Uhr »möglicherweise nicht mit dem natürlichen Tag-Nacht-Lichtzyklus oder ihrem typischen Tagesablauf übereinstimmt«, erklärt Studienautor Dr. Sina Kianersi. »Abendmenschen neigen möglicherweise eher zu Verhaltensweisen, die sich auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können, wie zum Beispiel schlechtere Ernährung, Rauchen und unzureichender oder unregelmäßiger Schlaf.«
Die Gruppe sieht darin gute Nachrichten für die Nachteulen, da sich solche Gewohnheiten ändern lassen. Auch manche Therapien und Behandlungsansätze könnten sich mit diesem Wissen besser auf die jeweiligen Personen zuschneiden lassen.