| Daniela Hüttemann |
| 16.02.2026 13:38 Uhr |
Modernas neuer Impfstoff mNexspike enthält eine niedrigere Dosierung als sein Vorgänger, soll aber eine mindestens ebenso gute Immunantwort gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 hervorrufen. / © Adobe Stock/candy1812
Am 13. Februar hat Moderna die zentrale EU-Zulassung für seinen Corona-Impfstoff der nächsten Generation bekommen. Anwendbar ist mNexspike ab einem Alter von zwölf Jahren. Es handelt sich um Einzeldosis-Fertigspritzen, was die Impfplanung in Apotheken und Arztpraxen vereinfachen dürfte.
Eine Dosis enthält 10 µg SARS-CoV-2-mRNA. Eine Dosisanpassung für ältere Patienten ist nicht erforderlich. Bei Personen, die bereits mit einem Covid-19-Impfstoff geimpft wurden, sollte mNexspike frühestens drei Monate nach der letzten Dosis eines Covid-19-Impfstoffs gegeben werden.
Anders als alle bisherigen Covid-19-Impfstoffe codiert die enthaltene mRNA-1283 nicht für das volle Spike-Protein, sondern nur für die N-terminale und die rezeptorbindende Domäne; aktuell ausgerichtet auf den SARS-CoV-2-Subtyp XBB.1.5. Die Nicht-Unterlegenheit im Vergleich zum bisherigen Moderna-Produkt Spikevax® mit mRNA-1273 wurde in einer Phase-III-Studie mit mehr als 11.500 Teilnehmenden bestätigt. Laut Europäischer Arzneimittelbehörde habe der neue Impfstoff sogar Vorteile in Form einer besseren Immunogenität gezeigt, bei einem vergleichbaren Nebenwirkungsprofil.
Die kürzere Länge der neuen mRNA soll eine vergleichbare Proteinbildung bei niedrigerer Dosierung (10 versus 50 µg) ermöglichen. Zudem soll der neue Impfstoff dadurch länger haltbar und besser lagerfähig sein.
In den USA ist mNexspike vergangenen Mai zugelassen worden. Dort wurde die Verfügbarkeit bereits für die aktuell laufende Impfsaison angekündigt. Ob der Impfstoff auch in Deutschland bereits zum nächsten Herbst bereitgestellt wird, bleibt abzuwarten.
Das Virus SARS-CoV-2 hat unsere Welt verändert. Seit Ende 2019 verbreitet sich der Erreger von Covid-19 und stellt die Wissenschaft vor enorme Herausforderungen. Sie hat sie angenommen und rasch Tests und Impfungen, auch für Kinder, entwickelt. Eine Übersicht über unsere Berichterstattung finden Sie auf der Themenseite Coronavirus.