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Vorsorge in Apotheken
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Mit Notstrom und Extra-Kühlschrank

Apotheken müssen Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln versorgen, so lautet der Versorgungsauftrag. Stromausfälle entbinden nicht von der Pflicht, können den Betrieb gleichwohl empfindlich stören. Um so wichtiger sei, sich vorzubereiten, sagt Apotheker Christian Fehske. Die Gematik verweist auf analoge Ersatzverfahren. TI-Anbieter müssten Notfallkonzepte bereithalten.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 06.01.2026  15:55 Uhr

Keine Unsummen, aber großer Effekt

Andere wiederum hätten bereits eine Art Notstromversorgung angekurbelt und entsprechende Anschlüsse legen lassen, um bei Bedarf einen mobilen (Not-)Stromerzeuger anschließen zu können, berichtet Fehske. Ein solches Gerät pro Filialverbund sei sinnvoll.  Für eine notfallmäßige Kühlung hielten andere zudem leistungsstarke Batterien für die Kühlschränke vor. Fehske betont: »Das sind alles keine Maßnahmen, die mit Unsummen an Investitionskosten verbunden sein müssen, allerdings naturgemäß den größten Effekt haben, wenn man sie bereits umgesetzt hat, bevor der Blackout kommt.«

Kein Strom – das bedeutet auch Einschränkungen bei der Rezeptverarbeitung. Das hat man bei der Gematik auf dem Schirm. Vorgesehen seien im Falle eines Stromausfalls Ersatzverfahren wie Muster 16. Eine Sprecherin betont in dem Zusammenhang: »Ein durchgängiger Betrieb der Telematikinfrastruktur bei einem flächendeckenden Stromausfall ist technisch kaum realisierbar, da zentrale Komponenten wie Konnektoren, Arbeitsplatzrechner und Kartenlesegeräte zwingend auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen sind.«

Anbieter der TI seien verpflichtet, ein Notfallkonzept zu erstellen und aktuell zu halten, so die Sprecherin. Darin müsse beschrieben sein, wie in Notfallsituationen vorzugehen sei und welche Ersatzverfahren griffen. Zu solchen gehören demnach unterbrechungsfreie Stromversorgungen sowie Stromgeneratoren, die kurz- und mittelfristige Ausfälle abfangen könnten. Anbieter besonders kritischer Dienste bei der TI müssten zudem besondere Anforderungen an die Redundanz erfüllen.

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