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Forschung
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Mit moderater Kalorienreduktion länger leben

Eine moderate Kalorienreduktion wirkt sich positiv auf unseren Thymus aus – und damit vermutlich auch auf unsere Lebensspanne, heißt es in einer neuen Studie. Die Erkenntnisse könnten auch pharmakologisch genutzt werden.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 21.02.2022  07:00 Uhr

Potentielles Arzneistofftarget PLA2G7

Ein Kernresultat der Studie ist die Beobachtung, dass bei Menschen, die sich einer moderaten Kalorienrestriktion unterziehen, die Expression des Gens Pla2g7 gehemmt wird. Das von diesem Gen kodierte Enzym ist die Acetylhydrolase des plättchenaktivierenden Faktors PLA2G7 (Phospholipase A2 Group VII).

Die Deletion des Pla2g7-Gens bei Mäusen zeigte eine verringerte Thymus-Lipoatrophie, einen Schutz vor altersbedingten Entzündungen, eine verringerte Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms (NLR family, pyrin domain containing 3) und eine verbesserte metabolische Gesundheit.

Auf Basis dieser Beobachtung könnte sich PLA2G7 als eine Zielstruktur für eine pharmakologische Intervention anbieten. Denn chronische systemische Entzündungen im Alter und die Aktivierung des Nlrp3-Inflammasoms stehen bekanntermaßen in Zusammenhang mit altersbedingten Funktionsverlusten.

Zielstrukturen aufzuspüren, die den physiologischen Status einer Kalorienreduktion nachahmen (Caloric Restriction (CR)-Mimetika), gehört zu den hoch priorisierten Zielen der Altersforschung. Denn nicht jeder kann eine strikte Diät einhalten.

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